Voller Euphorie will man seine Wohnung beziehen, alte Dinge hinter sich lassen, mit frischem Wind und Stil das neue Domizil zum Leben erwecken. Kurz: eine Ex-freie Zone wird kreiert. Doch die Energie und der Tatendrang werden sehr schnell abgebremst, falls die ins Auge gefassten Möbel nicht direkt abholbar sind, wie beispielsweise bei Ikea oder Mömax, sondern beim Hersteller über das Möbelhaus bestellt werden müssen. Das Thema Ikea wurde schon von Tommy Jaud in Vollidiot zu genüge angerissen, dazu will ich jetzt keinen extra Senf geben. Zu ausgelutscht die Sache.
Zurück zum Thema "zu bestellende Möbel". Ich vermute, dass bei der Bestellung der Möbel erstmal ein Rauchzeichen in die finnischen Wälder geschickt werden muss, damit das benötigte Holz geschlagen werden kann. Da gehen wohl die ersten zwei Wochen der im Schnitt zweimonatigen Lieferzeit für zu bestellende Möbel drauf. Wahrscheinlich geht das Holz dann nach Rotterdam, wo es dann illegal mit brasilianischen Tropenholz versetzt wird. Da gehen weitere zwei Wochen drauf, bevor das Material dann nach Osteuropa transportiert werden kann. Unter widrigen Arbeitsschutzbedingungen, vermute ich, wird dann das Holz mit viel Chemie behandelt und durch die Pressspanwerke geschleust. Die verbleibende Wochen werden benötigt, um die Möbel unfreundlichen Packern zu übergebeben, die dann diesen Freitag mit der ersten Möbelfuhre bei mir auf der Matte stehen und mir versichern, dass alles gute inländische Wertarbeit sei. Sind wir mal gespannt, in welchem Zustand die guten Stücke ankommen. Billy grinst schon.
İzmir Escort
vor 6 Jahren

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